Ein leerstehendes Ladenlokal in der Langgasse wird für knapp einen Monat wieder zum Treffpunkt: Vom Freitag, 6. März, bis Samstag, 4. April, findet im vorderen Erdgeschoss des Gebäudes Langgasse 5 bis 9 ein Frühlingsmarkt in Pop up Form statt. Der Markt ist montags bis samstags jeweils von 10 bis 20 Uhr geöffnet und knüpft an ein ähnliches Projekt aus dem Dezember an.
Zwischennutzung als Stadtentwicklungsinstrument
Das städtische Citymanagement organisiert die Zwischennutzung in Kooperation mit der Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden als Eigentümerin der Immobilie. Bürgermeisterin Christiane Hinninger bewertete das Projekt als Beispiel für mehr Leben in der Innenstadt. Sie sagte, das breite Angebot und das abwechslungsreiche Programm zeigten das Potenzial der Immobilie und trügen zur Aufenthaltsqualität sowie zur Stärkung des Einzelhandels bei.
Baudezernent Andreas Kowol wies darauf hin, dass temporäre Nutzungen auch Start ups und jungen Unternehmen die Möglichkeit böten, Konzepte in einem geschützten Rahmen zu erproben und Nachfrage zu testen. Solche Formate hielten Gebäude erlebbar, solange konkrete langfristige Nutzungen noch in Arbeit seien, so Kowol.
Angebot, Fläche und Ausstattung
Für den Frühlingsmarkt sind 32 Händlerinnen und Händler angemeldet, damit mehr als beim Adventsmarkt im vergangenen Dezember. Zusätzlich werden zehn Winzer aus dem Rheingau erwartet. Eine Vinothek ist an der neu freigelegten Fensterfront geplant, die nach Entfernung einer früheren Schaufensterrückwand entstanden ist und den Raum offener zur Fußgängerzone hin wirken lässt. Neben Wein wird es frühlingshafte Dekorationen sowie eine Auswahl an Speisen und Getränken geben. Auch der Außenbereich wird mit Stühlen und Tischen in das Angebot einbezogen.
Citymanager Jens Ackermann verwies auf die positiven Erfahrungen aus dem Adventsmarkt und nannte die Resonanz von Besucherinnen und Besuchern sowie benachbarten Händlerinnen und Händlern als Grundlage für die Weiterentwicklung des Konzepts. Der Adventsmarkt habe gezeigt, wie kreative Zwischennutzungen Leerstände aktivieren können, sagte Ackermann.
Programm und Termine
Der Frühlingsmarkt verbindet Handel und Genuss mit Kultur und Mitmachaktionen. Wöchentlich wiederkehrende Programmpunkte sind Afterwork Veranstaltungen jeden Donnerstag bis 22 Uhr mit Ausnahme des Gründonnerstags, 2. April, sowie offene Weinproben mit regionalen Winzern jeden Freitag von 17 bis 19 Uhr. Der Markt beteiligt sich außerdem am Ostermarkt von Freitag, 20. März, bis Sonntag, 22. März, inklusive des verkaufsoffenen Sonntags am 22. März.
Ergänzend werden Workshops und Angebote für Kinder und Erwachsene angeboten. Beispiele sind Aquarell Workshops am 7. März und am 22. März, Keramik Workshops an mehreren Terminen mit begrenzter Teilnehmerzahl, ein Drahtformen Workshop für Kinder, Textildruck Aktionen und kostenloses Kinderschminken am 28. März. Besucherinnen und Besucher können in einer kurzen Umfrage Rückmeldungen zur Weiterentwicklung des Formats geben.
Ausblick auf weitere Zwischennutzungen
Nach dem Frühlingsmarkt ist eine Umbauphase geplant. Ab Mai bis Ende Oktober sollen im Rahmen des World Design Capital verschiedene WDC Projekte aus dem Raum Wiesbaden in mehreren Stationen gezeigt werden. Die Stadtverwaltung will die Erkenntnisse aus den Zwischennutzungen nutzen, um mögliche langfristige Nutzungsformen für die Immobilie zu erarbeiten.
Der letzte Markttag ist der 4. April. Das Projekt folgt damit auf eine erste Pop up Erfahrung im Dezember 2025 und soll als Experimentierraum für Handel, Kultur und Start ups zur Belebung der Innenstadt beitragen.
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