Nach rund einem Jahr Betrieb wird das Zukunftswerk Wiesbaden nun wissenschaftlich begleitet. Ein Projektteam der Hochschule RheinMain untersucht das städtische Innovationslabor des Dezernats für Smart City, Europa und Ordnung, das im Rahmen des Programms Stadtlabor2Go gemeinsam mit der Stadt Mönchengladbach und mit Unterstützung des CityLAB Berlin smarte und nachhaltige Lösungen für die Stadtentwicklung erprobt. Im Zentrum der Untersuchung stehen Nutzung und Wirkung des Angebots.
Untersuchungsfragen und Schwerpunkte
Die Evaluation soll klären, welche Formate und digitalen Werkzeuge im Zukunftswerk tatsächlich genutzt werden, welche Zielgruppen erreicht werden und wie Bürgerinnen und Bürger das Angebot wahrnehmen. Besondere Aufmerksamkeit gilt der digitalen Teilhabe, der Innovationskraft der Angebote und ihrem Beitrag zu nachhaltiger Stadtentwicklung. Ermittelt werden darüber hinaus, welche Angebote besonders gut angenommen werden, wo Zugangsbarrieren bestehen und an welchen Stellen Teilhabe und Innovationsfähigkeit gestärkt werden können.
Methoden und Beteiligte
Die Hochschule RheinMain bringt Expertise aus Sozialforschung und Mobilitätsforschung ein. Die Evaluation wird mit Methoden wie Befragungen, Dokumentenanalysen und Interviews mit Projektbeteiligten umgesetzt. Verantwortlich sind Alina Franz und Prof. Dr. Tanja Grendel aus dem Fachbereich Sozialwesen sowie Prof. Dr. Matthias Kowald vom Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen.
Ergebnisnutzung und Transparenz
Die gewonnenen Erkenntnisse sollen der Weiterentwicklung des Zukunftswerks dienen und in strategische Entscheidungen zur digitalen Stadtentwicklung einfließen. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Stellungnahme der Dezernentin
Maral Koohestanian, Dezernentin für Smart City, Europa und Ordnung, betont den Praxisbezug des Angebots. Sie weist darauf hin, dass das Zukunftswerk Menschen jeden Alters ermögliche, digitale Technologien praktisch zu erleben und eigene Ideen für die Stadt einzubringen. Die Zusammenarbeit mit der Hochschule helfe zu zeigen, was gut funktioniere und wo nachgesteuert werden müsse, um die Angebote praxisnäher und nutzungsfreundlicher zu gestalten.
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